Für wen ist die Feldenkrais-Methode geeignet?

Die Feldenkrais-Methode eignet sich für alle, die mehr über sich erfahren wollen und dabei einen körperlichen Ansatz wählen. Für alle, die neue Wege im Umgang mit sich selbst, mit ihrem Beruf, ihrer Kunst, ihrem Sport, ihren Mitmenschen, auch ihren Schmerzen suchen. Für alte und junge Menschen, für Menschen mit und ohne Stress, für Tänzer und Rollstuhlfahrer, für schöpferisch, therapeutisch, pädagogisch oder handwerklich Tätige.

Kurz: es gibt unterschiedliche persönliche oder berufliche Beweggründe, die Feldenkrais-Methode auszuprobieren. Ein guter Ausgangspunkt ist die Neugier, sich selbst besser kennen zu lernen.

Was ist das Ziel der Feldenkrais-Methode?

Das Anliegen der Feldenkrais-Methode ist eine verbesserte Lebensqualität. Wir wollen uns körperlich und mit dem, was wir tun und wer wir sind, wohlfühlen und Wege entwickeln, mit den Anforderungen, die an uns gestellt werden und mit den Entscheidungen, die wir täglich zu treffen haben, bewusst und befriedigend umzugehen.

Was hat Bewegung mit Lebensqualität zu tun?

Um eine befriedigende Erfahrung z.B. im Alltag zu machen braucht es gute körperliche Wahrnehmung sowie wache Aufmerksamkeit für die Umgebung bzw. die Aufgabe. Ein ausgeprägtes Körperbild von sich selbst verbessert nicht nur die individuelle Körperhaltung und Geschicklichkeit, sondern auch die "innere" Haltung und das Selbstwertgefühl; man fühlt sich beweglich. Behutsam angeleitete Bewegungen nach der Feldenkrais-Methode unterstützen diesen Prozess der Bewegungs- und Persönlichkeitsentfaltung.

Ist Feldenkrais eine Therapie & kann sie ärztlich verordnet werden?

Nein, die Feldenkrais-Methode ist keine Heilbehandlung, weder im schulmedizinischen noch im alternativen Sinne. Ihr Hauptanliegen ist die Weiterentwicklung des persönlichen Bewegungskonzeptes - von daher gehört Feldenkrais zu den Lernmethoden. Diagnose und Behandlung von Erkrankungen gehört in die Hände von Ärzten, Psychologen oder Heilpraktiker. Feldenkrais kann jedoch eine willkommene Ergänzung zur Physio- bzw. Psychotherapie sein. So unterstützen Feldenkrais-Pädagogen in der Rehabilitation, in Schmerztherapien, in Psychosomatischen Kliniken wie auch bei der Traumabewältigung den Heilungsprozess. Wer aufgrund eines medizinischen Problems Feldenkrais ausprobieren möchte, sollte darüber zunächst mit seinem Arzt sprechen.

Verschiedene Krankenkassen gewähren im Rahmen der Gesundheitsvorsorge bzw. zur Stressreduktion einen finanziellen Zuschuss zur Teilnahme an Kursen und Einzelstunden.

Sollte man Feldenkrais-Übungen jeden Tag machen?

Eine kniffelige Frage, denn wir üben (im herkömmlichen Sinne) nicht, sondern wir wählen einen spielerischen Weg. Und der findet sich am besten durch Ausprobieren. Innerhalb der Kurse entwickeln viele Teilnehmer ein neues Gespür dafür, wie sie sich in ihrem privaten und beruflichen Alltag beweglich erleben können. Die wohltuende Wirkung von Feldenkrais entfaltet sich meist da durch, dass man sich etwas Zeit und Ruhe nimmt - privat oder eben in einem Kurs bzw. einer Einzelstunde. Für TeilnehmerInnen aus meinen Veranstaltungen stelle ich von mir produzierte CD's zur Verfügung (gegen eine geringe Gebühr).

Wer darf Feldenkrais unterrichten?

Feldenkrais-Pädagogen, die ein international anerkanntes vierjähriges Professional-Training absolviert haben, sind befähigt, in Gruppen und Einzelstunden Feldenkrais zu unterrichten. Für lizenzierte Mitglieder des Berufsverbandes "Feldenkrais Verband Deutschland e.V." bestehen besondere Qualitätsanforderungen. Im Internet finden Sie unter www.feldenkrais.de  neben weiteren Informationen auch eine Liste der zugelassenen Feldenkrais-Pädagogen.

Haben Sie weitere Fragen?

Dann können Sie mir einfach ein E-Mail senden: feldenkrais@bluehm.de

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